IG Ingolstädter Eltern e. V. | Arbeitskreis ADS / ADHS

Arbeitskreis ADS / ADHS

Interessengemeinschaft Ingolstädter Eltern e. V.

 Inhaltsverzeichnis 
 1. Arbeitskreis ADS / ADHS 
 2. ADHS - Ursachen und Therapie 
 3. Was können Sie von dem Arbeitskreis ADS / ADHS erwarten? 
 4. Symptomatik der Stoffwechselstörung 
 5. ADHS in den verschiedenen Altersstufen 
 6. Ansprechpartner 

Arbeitskreis ADS / ADHS

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Jeden dritten Donnerstag im Monat 19:30 Uhr im Bürgertreff
Kreuzstraße 12
85049 Ingolstadt

ADHS - Ursachen und Therapie

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Dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnistand zufolge, handelt es sich bei ADHS um eine Art Stoffwechselstörung im Frontalhirnbereich (mit genetischer Komponente), um eine minimale Funktionsstörung bei der Weiterleitung von Reizen entlang der Nervenbahnen. Diese Reizweiterlei­tung basiert auf den sogenannten Neurotransmitterstoffen (z.B. Dopamin und Noradrenalin), die der Körper selbst produziert. Diese Versorgung mit Neurotransmittern befindet sich bei ADHS-Betroffenen nicht im Gleichgewicht.

In vielen Fällen kann der gestörte Stoffwechsel mit Medika­menten (Stimulantia) weitgehend normalisiert werden. Begleitend sollten verhaltenstherapeutische Behandlungs­formen und Trainingsprogramme zur Stärkung des Selbstwertgefühles angewendet werden.

Aber selbst wenn der Arzt helfen kann, ist der ADHS-Betroffene nicht plötzlich in dem Sinne „geheilt", das nun alles mühelos und glatt geht. Der Betroffene hat lediglich eine Chance erhalten, unter besseren Bedingungen leben, lernen und arbeiten zu können. Wichtig ist, dass diese Chance so früh wie möglich ergriffen werden muss um die Negativerfahrungen so gering wie möglich zu halten und die positiven Seiten und Begabungen, die in nahezu jedem ADHS-Betroffenem stecken, gezielt fördern zu können.

Dennoch, der Weg bleibt mehr oder weniger steinig, denn auch bei günstigem Ansprechen auf Medikamente und psychologische Therapien geht es nicht ohne Auf und Ab.

Was können Sie von dem Arbeitskreis ADS / ADHS erwarten?

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  • die Gewissheit, mit den eigenen Problemen nicht alleine da zu stehen,
  • die Erfahrung, wie andere so manches Problem ganz individuell lösen konnten,
  • die Tatsache, von anderen mit ähnlichen Problemen absolut verstanden zu werden,
  • im gemeinsamen Gespräch neue Wege und Lösungen finden zu können,
  • neben der eigenen Problematik doch noch fähig zu sein, anderen zu helfen,
  • sich Wissen über die eigenen Probleme anzueignen und Routine im Umgang mit Ihnen zu bekommen
  • kostenlose Nutzung der umfangreichen Bücherei zum Themenkreis ADS/ADHS
  • Fachvorträge
  • Informationen über Therapien und Behandlungskonzepte
  • Öffentlichkeitsarbeit

Symptomatik der Stoffwechselstörung

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Das Krankheitsbild Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist in der Öffentlichkeit nach wie vor wenig bekannt. Selbst in Fachkreisen wird die Komplexität, Tragweite und Behandlungsbedürftigkeit dieser Störung werden häufig nicht im erforderlichen Umfang wahrgenommen. Das vorrangige Problem Betroffener ist die Aufmerksamkeit. Die bisher namengebende Hyperaktivität, die unangenehm ins Auge stechende, gesteigerte motorische Unruhe, gehört nicht in jedem Fall zur Ausprägung des Krankheitsbildes. Die Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität als unauffällige Variante der Erkrankung wird deutlich seltener diagnostiziert, führt aber häufig dazu, dass die Betroffenen zu Außenseitern in der Gesellschaft werden, in der Schule versagen, ein schlechtes Selbstvertrauen entwickeln oder aber zu Depressionen neigen. Hiervon sind vorwiegend Mädchen betroffen, während bei der hyperaktiven Form Jungen dominieren.

Die Kennzeichen der Erkrankung liegen vornehmlich in drei verschiedenen Bereichen.

Wahrnehmung

  • leichte Ablenkbarkeit / Tagträumerei
  • Mangelndem Durchhaltevermögen
  • Kritikempfindlichkeit
  • extremer Vergesslichkeit/ Reizfilterschwäche
  • schlechter Informationsverarbeitung

Sozialisation

  • Mangelnde Selbststeuerungsfähigkeit
  • Spontanes Handeln ohne vorheriges Nachdenken
  • Niedrige Frustrationstoleranz
  • Unfähigkeit zu planvollem Handeln
  • Antriebslosigkeit

Motorik

  • Zappeligkeit
  • Ungeschicklichkeit in Grob-/Feinmotorik
  • Falsche Kraftdosierung
i.d.R. kommen begleitend hinzu:
  • eine seelische Entwicklungsverzögerung
  • ein schnelles psychisches Ermüden
  • ein extrem ausgeprägter Gerechtigkeitssinn anderen gegenüber und
  • eine erhebliche Beeinflussbarkeit durch andere.

Die Symptomatik ist bei jedem Betroffenen mit individuellen Schwerpunkten ausgeprägt. Auffällig ist ein gehäuftes Auftreten weiterer Komorbidität wird in der Medizin ein zusätzlich zu einer Grunderkrankung (Indexerkrankung) vorliegendes, diagnostisch abgrenzbares Krankheits- oder Störungsbild bezeichnet. Komorbiditäten können, müssen aber nicht – im Sinne einer Folgeerkrankung – ursächlich mit der Grunderkrankung zusammenhängen. Komorbiditäten im Zusammenhang mit ADHS wie Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche und Tic-Störungen.


ADHS in den verschiedenen Altersstufen

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Oft schon im Mutterleib überaus lebhaft, entwickeln sich ADHS-Betroffene im Baby- und Kleinkindalter oft zu Schrei-/Speikindern mit hoher Experimentier- und Erkundungsfreude mit nur geringem Gefahrenbewusstsein. Sie sind hier auch nicht lernfähig.

Im Kindergarten- und Vorschulalter zeigen sich erste Integrationsprobleme. Eine geringe Frustrationstoleranz, gepaart mit der Unfähigkeit bei der Sache zu bleiben, gleichzeitig aber immer den Ton angeben zu wollen, stellt sie schnell an den Rand der Gruppe. Im Kinderzimmer herrscht Chaos.

Die Unfähigkeit sich an Regeln zu halten führt bei ADHS-Kindern im Schulalter ständig zu Disziplinproblemen und Streitigkeiten mit den Schulkameraden. Ihr hüpfender, oberflächlicher Wahrnehmungsstil, macht es ihnen schwer, Unterrichtsinhalte zu erfassen und sich zielorientiert auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Hausaufgaben gestalten sich als „Horror-Show".

Im Jugendalter lässt die motorische Unruhe meist nach. Dafür entwickelt sich häufig eine ausgesprochene Stimmungslabilität mit Neigung zur Depressivität. Die ständige Suche nach Extremen, nach dem „gewissen Kick" macht sie offen für Einflüsse von außen und empfänglich für Drogen und Alkoholmissbrauch.

Im Erwachsenenalter dominieren eine gestörte Selbst­organisationsfähigkeit, ein impulsiver Handlungsstil und massive Selbstwertprobleme. Betroffene Erwachsene leben in einem inneren und äußeren Chaos.


Ansprechpartner

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Berta Bleicher
Brucknerstraße 12
85080 Gaimersheim
 08458 - 23 37

Iris Fuchs
Aldringenstraße 6
85051 Ingolstadt
 0841 - 95 19 86 95
 ads@igeltern.de 


In bundesweiter Zusammenarbeit mit ADHS Deutschland
www.adhs-deutschland.de
info@adhs-deutschland.de













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